Assassin’s Creed Odyssey – Der Kampf gegen Medusa

Assassin’s Creed Odysseys Version des antiken Griechenlands ist das Land der Götter und Monster, in welchem sich Mythen mit Realität überschneiden und diese Überschneidungen sind alles andere als purer Aberglauben. Legendäre Kreaturen, finstere Kultisten und eifrige Soldaten warten auf den Spieler. Besonders hochrangige Spieler können sich zudem einer der berüchtigsten griechischen Horror-Mythen schlechthin stellen: Medusa.

Ja, es ist wirklich Medusa und Ja, sie kann euch in Stein verwandeln. Sie ist noch schlagkräftiger als die ganzen Söldner die euch jagen, sobald ein Kopfgeld auf euch ausgesetzt wurde. Medusa lässt euch rätseln, während sie mit übermenschlicher Geschwindigkeit durch ihr Versteckt zischt, euch mit Blitzen bombardiert und euch Steinkrieger entgegen schickt, während sie sich mit einem Kraftfeld schützt. Außerdem ist sie auch sehr effektiv darin euch zu erdolchen, was euch einen ganze Menge Lebensenergie abzieht.

Medusa und ihrer Monsterbande begegnet ihr aber nicht einfach durch Zufall – schließlich sind das Gegenspieler die nur für all jene gedacht sind, welche bereits die Mehrheit des antiken Griechenlands gemeistert haben und auf der Suche nach einer neuen Herausfordeerung sind. Zudem bedeutet die Suche nach diesen im Fall von Medusa – eine ganze Menge Laufarbeit – denn es genügt nicht das Versteck dieser Kreatur ausfindig zu machen und ihr einen Speer durch das Herz zu jagen, sondern bis zu ihr, wird sich euch auch so mancher menschlicher Gegner in den Weg stellen.

[2018-08-24] Assassin's Creed Odyssey – Battling Medusa At Gamescom - THUMBNAIL

Während unserer Reise die wir mit einer Level-50 Kassandra oder Alexios auf Eresos bestritten haben, starteten wir auf der Insel Lesbos in einem kleineren Dorf, wo ein wütender Mob kurz davor steht, eine Frau über das Cliff zu werfen. Die Dorfbewohner sind davon überzeugt, dass eine Frau namens Bryce ihre große Liebe Ligeia der sogenannten „Schlangenhaarigen“ geopfert habe. Bryce ist eindeutig unschuldig aber wütende Mobs sind nun mal nicht dafür bekannt, sich Argumenten zu ergeben, also befanden wir uns in Nullkommanichts in einem Kampf auf Leben und Tod mit einigen Mistgabel-schwingenden Anführern und diversen Söldnern.

Glücklicherweise bietet das Ende des Cliffs einem die perfekte Gelegenheit, so manchen Soldaten per gut zielten Spartaner-Tritts über selbige zu befördern. Aber das ist nur der Anfang von allem, was ein Spieler mit hoher Stufe alles tun kann. Wir konnten auch die vollständige „Ring des Chaos“ Fähigkeit nutzen – eine Area-of-Effect Detonation die nicht nur großen Schaden anrichtet, sondern auch alle Gegner im Umkreis von 7-Metern um den Spieler herum – aus den Sandalen haut.

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Kaum das wir den Mob losgeworden sind, begeben wir uns auch schon auf die Jagd. Ligeias Spur führt vom Dorf weg und durch die zerfallenen Ruinen eines anderen, weniger glücklicheren Dorfs, direkt ins Herz eines schaurigen Waldes voller lebensechter Statuen. Und Schlangen. Einer ganzen Menge Schlangen. Im Herzen von all dessem wartet ein Tempel dessen rechtwinklige Architektur ihn als Ruine der Ersten Zivilisation ausweist. Diese Standorte sind die Ruinen einer mächtigen Vorgängerrasse die als Isu bekannt ist und beinhalten Technologie, um die Assassinen und Templer seit Jahrtausenden kämpfen. Den Templer zu betreten, ist jedoch gar nicht so leicht, denn der Schlüssel ist irgendwo auf der Insel Chios innerhalb eines Dorfes verborgen sein, das von Kriegerinnen beherrscht wird. Bryce erwähnt zudem dass es in der Nähe einen Söldner im Ruhestand gäbe, der auf dem Gipfel eines Berges lebe und von sich behauptet, die Kreatur einst besiegt zu haben.

Genausowenig wie in den anderen Missionszielen von Assassin’s Creed Odyssey bekommen wir Markierungen auf der Karte als Hilfestellung. Stattdessen bekommen wir kleinere Tipps die uns dabei helfen sollen, die Zielperson zu suchen. Der Söldner beispielsweise warte „auf dem höchsten Punkt innerhalb der nordöstlichen Region auf unserer Karte –  einem Ort der als „griechische Perle“ bekannt ist.  Lesbos ist ein sehr großes Suchgebiet und der Pfad zu diesem Zielort steckt voller Gefahren und neuer Entdeckungen. Auf dem Weg zu jenem Söldner begegnen wir einem einsamen Boot, welches in blutigem Wasser zu treiben scheint (und springen direkt hinein, um uns dem gemeinen Hai zu stellen, der für diese Tat verantwortlich ist). Wir nehmen uns zudem auch die Zeit das Grab des Orpheus zu besuchen, einer düsteren Höhle voller Fallen, Schlangen und Schätzen. Abseits des festgetretenen Pfades warten jedoch schon andere Herausforderungen auf uns, darunter auch eine Festung die es einzunehmen gilt, Wildleben das eine Jagd ermöglichen würde und Athenische Schiffe, die wir überfallen könnten, wenn uns danach wäre.

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Auf einen möglichen Konflikt sollte man übrigens immer vorbereitet sein. Der Söldner dem wir begegnen scheint nämlich auf den ersten Blick freundlich zu sein, ist aber weder willens uns irgendeine brauchbare Information zukommen zu lassen, noch seinen Gorgonen-zerschmetternden Speer – zumindest nicht kampflos. Auch die Kriegerinnen von Chios – welche als „die Töchter der Artemis“ bekannt sind – greifen bei Sichtkontakt sofort an, sollte man sich durch deren Dorf bewegen. Alsbald hagelt es also Feuerpfeile aus allen Richtungen und selbst Spieler eines höheren Levels können diesen nicht lange widerstehen. Zusätzlich dazu verfügen sie auch über tierische Unterstützung in Form von Wölfen und Bären, die es quasi unmöglich machen, sich unbemerkt anzuschleichen.

Die einzige Möglichkeit den Scheiben-förmigen Schlüssel zu bekommen, der sich in einer der Bärenhöhle befindet, die rund um das Dorf angeordnet sind und die Ikaros für uns ausfindig gemacht hat, ist uns hinein und wieder hinaus zu schleichen ohne entdeckt zu werden bzw. jemanden anzugreifen. Da Schleichen aufgrund der tierischen Unterstützer eine schlechte Idee zu sein scheint, nähern wir uns auf andere Weise dem Perimeter, erklimmen die felsigen Hügel und lassen uns langsam zum Höhleneingang hinunter. Gleichwohl könnten wir uns, sollten wir entdeckt werden, noch immer durch die Felswand mit Geisterpfeilen verteidigen – einer der neuen hochklassigen Fähigkeiten die wir freischalten können. Jemanden auszuschalten, indem man durch eine massive Felswand schießt, ist ein ziemlich cooles Erlebnis. Aber wie bei allen Fähigkeiten, verbraucht auch diese Spezialfähigkeit Adrenalin, welches nur durch Kämpfe wieder aufgefüllt werden kann. Es kommt also auf jeden einzelnen Schuss an.

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Nachdem wir erfolgreich mit dem Schlüssel zur Stätte der Vorboten zurückgekehrt sind, ist Bryce mehr als bestrebt weitere Details über Ligeias Schicksal zu erfahren. Also begeben wir uns in das Herz dieses Mysteriums und stellen uns der Königin der Schlangen. Zwar machen Medusas Fähigkeiten und Angriffsmuster sie schon zu einem wirklich ernstzunehmenden Gegner, aber worauf es wirklich zu achten gilt, ist dieser Laser-ähnliche Blick, der einen verlangsamen (und sogar gänzlich an einem Punkt festhalten) kann, wenn man Pech hat, weil er die Haut in Stein verwandelt. Begibt man sich nicht rechtzeitig in Deckung, bleibt ständig in Bewegung weicht aus und greift an, kann man der vollständigen Paralyse nicht entkommen, die der Strahl auslösen kann. Hier gilt es also die kurzen Momente abzuwarten, in denen sie angreifbar ist, dann zuzuschlagen und mit etwas Glück lange genug zu überleben, bis man Medusa in den Hades geschickt hat.

Medusa ist jedoch nur eine von vielen Herausforderungen die man innerhalb der enorm großen weitoffenen Welt des antiken Griechenlands auf euch wartet. Assassin’s Creed Odyssey ist bereits für PS4, Xbox One und PC erhältlich. Weitere Details zum Spiel findet ihr in unserer bisherigen Berichterstattung zu Assassin’s Creed Odyssey.

Der Autor

Mikel Reparaz war Redakteur bei GamesRadar, PlayStation: The Official Magazine, MacLife und Official Xbox Magazine. Jetzt arbeitet er als Kommunikationssöldner für den UbiBlog. Folgt ihm auf Twitter unter: @Wikiparaz